Der Trotzkopf
Personalisierte Bücher und Abenteuer als originelle Geschenkidee
Personalisierte Bücher und Abenteuer von Emmy von Rhoden sind eine originelle Geschenkidee und für wilde Temperamentsbündel ein Lesevergnügen der besonderen Art. Besetzen Sie die Hauptrolle der jungen Ilse Macket in Der Trotzkopf und halten Sie das Pensionat auf Trab.
Bis zu 3 Hauptdarsteller (2 weiblich, 1 männlich) und 18 Nebendarsteller (7 männlich, 11 weiblich) personalisierbar, ca. 228 Seiten.
Ab 24,95 €
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Leseprobe (nicht personalisiert)
Mit einem Sprung schwang sich Ilse auf das Fensterbrett und stieg von dort aus in den Baum. Ängstlich blickte ihr Nellie nach. Aber sie brauchte nicht besorgt zu sein. Ilse kletterte trotz ihrer schweren Stiefel gewandt wie ein Eichkätzchen von Ast zu Ast. Als sie die drei bewussten Äpfel erreichen konnte, brach sie die leuchtenden Früchte ab und warf sie Nellie zu.
„Da hast du eine Probe“, rief sie übermütig, „damit dir die Zeit nicht lang wird, bis ich wiederkomme!“
Die Früchte kollerten zu Nellies Entsetzen bis an das Ende des Zimmers. „Oh, was tust du nur!“, flüsterte sie und hob drohend den Zeigefinger. „Die Köchin schläft unter diesem Zimmer; soll sie von dem Lärm aufwachen?“
„Barbara schläft fest, ich höre sie draußen schnarchen“, gab Ilse zurück. „Wir können ganz ohne Sorge sein, alles schläft, alles ist still und dunkel. Nun lebe wohl, Nellie, jetzt trete ich meine Reise an! Ach, es ist köstlich hier!“
Plötzlich bekam Nellie Angst. „Ich zittere“, sprach sie mit bebenden Lippen, „komm wieder zurück, nicht, dass etwas Schlimmes passiert!“
Ilse lachte in sich hinein und stieg keck höher und höher. Sie war so recht in ihrem Element, und frei wie der Vogel in der Luft regte sie ihre Schwingen. Bald erreichte sie ein Astende. Der Mond schien voll und klar und zeigte ihr jeden Tritt, den sie tun musste. Als sie in gleicher Höhe mit Orlas und der Schwestern Schlafzimmer war, konnte sie der Versuchung nicht widerstehen, einen Blick in das Fenster zu werfen. Vorsichtig und behende balancierte sie auf dem Ast und sah hinein.
Einen Augenblick regte sich der Übermut in Ilse. Ob sie den schlafenden Mädchen einen Schabernack spielen sollte? „Nur einmal gegen die Fensterscheibe klopfen“, dachte sie. Schon streckte sie den Finger dazu aus, da bewegte sich Orla im Schlaf. Unwillkürlich fuhr Ilse zurück, und ihr toller Einfall blieb unausgeführt.
Es hingen so viele schöne Äpfel rechts und links und überall; mit geringer Mühe hatte sie in wenigen Augenblicken ihr Körbchen füllen können. Aber dazu verspürte sie keine Lust, immer höher hinauf strebte ihr Verlangen; sie hatte nun einmal die Freiheit gekostet und wollte sie so schnell nicht wieder aufgeben. Die Krone des Baumes war ihr Ziel, wohl eine beschwerliche Kletterei, aber sie schreckte nicht davor zurück …
– Leseprobe –






