Lausbubengeschichten & Neue Lausbubengeschichten
Ausführliche Handlung
Ludwig Thoma führt mit seiner Mutter und seinen beiden älteren Schwestern im bayerischen Weilbach ein bescheidenes Leben. Mehr schlecht als recht kämpft er sich durch das Gymnasium, stets nachsichtig ermuntert von seiner gutherzigen Mutter. Seine unzähligen Nachsitzstunden verbringt Ludwig am liebsten mit dem Aushecken neuer Streiche oder er liest in seinem Lieblingsbuch.
Als eine vornehme Familie aus Köln in Weilbach Urlaub macht, deren Sohn Arthur in Ludwigs Alter ist, nimmt das Unheil wieder einmal seinen Lauf: Im Eifer des Spiels sprengt der Lausbub Arthurs nagelneues Dampfschiff in die Luft. Doch damit nicht genug, kassiert der arme Junge aus der Stadt auch noch jene Ohrfeigen eines Bauern, die schon seit Langem für Ludwig und dessen Freund Lenz bestimmt waren – fürs Äpfelklauen.
Ein beliebtes Opfer von Ludwig ist sein Religionslehrer Falkenberg. Dieser macht keinen Hehl daraus, dass er den Bengel am liebsten aus der Schule werfen würde. Gemeinsam mit seinem besten Freund Fritz, der auch ständig bei Lehrer Falkenberg nachsitzen muss, will Ludwig dem ungeliebten Pauker eins auswischen. Nach einigen Fehlschlägen kommen die beiden schließlich zum Zug und demolieren heimlich dessen heißgeliebte Statue des heiligen Aloysius. Der Lehrer ist entsetzt und verdächtigt sofort die beiden Jungen. Doch die haben Glück: Niemand kann ihnen die Tat nachweisen. Ludwig genießt seinen genialen Coup in vollen Zügen.
Sonntags darf Ludwig immer bei Herrn von Rupp zu Mittag essen. Er mag den begeisterten Jäger sehr. Seine Tochter ist ein paar Jahre älter als Ludwig, der für sie schwärmt, sich aber wegen des Altersunterschieds keine Hoffnungen macht. Fanny Moser ist da schon eher seine Kragenweite. Sie ist hübsch, trägt rote Zöpfe und „hat auch schon etwas Busen“. Ludwig ist bis über beide Ohren verliebt. Als diverse Versuche, sie anzusprechen misslingen, schreibt er Fanny einen Brief. Doch ein Lehrer bekommt ihn in die Hände und schwärzt Ludwig beim Rektor an. Da der Junge nicht sagen will, für wen der Brief gedacht war, geht der Rektor davon aus, dass die Tochter von Herrn von Rupp ihn bekommen sollte. Dieser wird über den Vorfall informiert – und Ludwig darf fortan nicht mehr sonntags zum Mittagessen kommen.
Zum Leidwesen der Familie Thoma kommt eines Tages die ungeliebte Tante Frieda zu Besuch. Kaum ist sie da, steht für Ludwig auch schon fest, dass sie schnellstmöglich wieder abreisen muss. Nachdem Frieda mehrmals seine Mutter und Schwester beleidigt und deren Verehrer kompromittiert hat, gibt es für Ludwig kein Halten mehr: Mit Zündpulver rückt er Tante Friedas Papagei zu Leibe – mit Erfolg. Frieda zieht beleidigt mit ihrem angesengten Vogel von dannen. Und diesmal ist die leidgeprüfte Frau Thoma sogar ein bisschen stolz auf den Einfallsreichtum ihres Sohnes.
Doch zahlreiche Streiche später wird es ihr schließlich zu viel und sie gibt den Lauser in die Obhut von Hauptmann Semmelmaier, der ein Ass im Erziehen von Problemkindern sein soll. Doch der hat die Rechnung ohne Ludwig gemacht: Zusammen mit seinem neuen Freund Max, den er dort kennengelernt hat, heckt er neue Streiche aus. Die Strafe für ihre Ungezogenheit ist nicht ohne, aber Ludwig und Max schmieden bereits Rachepläne. Dank einem netten Bekannten von Ludwigs Mutter wissen die beiden um die Feigheit des Hauptmanns und bereiten schon ihren Gegenangriff vor …
