Peterchens Mondfahrt
Personalisierte Bücher und Märchen
als originelle Geschenkidee
ab 24,95 €
Personalisierte Bücher und Märchen von Gerdt von Bassewitz sind eine originelle Geschenkidee und für alle Liebhaber von Klassikern der deutschen Kinder- und Jugendliteratur ein echtes Lesevergnügen. Besetzen Sie die Hauptrollen von Peter und Anneliese in Peterchens Mondfahrt und helfen Sie Herrn Sumsemann sein fehlendes Beinchen zu finden.
Bis zu 2 Hauptdarsteller (1 männlich, 1 weiblich) und 3 Nebendarsteller (1 männlich, 2 weiblich) personalisierbar, ca. 125 Seiten.
Leseprobe (nicht personalisiert)
Dabei wurde der Maikäfer so fidel, dass er ganz vergaß, wo er war, und sehr erschrak, als Peterchen und Anneliese plötzlich laut auflachten, weil er gar so komisch herumsprang bei seinem Tanz. Er hatte sie nämlich mit seiner Musik aufgeweckt und gar nicht bemerkt, dass sie ihm schon eine ganze Weile zusahen. Eigentlich hatte er Angst und wollte sich schnell totstellen, aber die Kinder lachten so vergnügt, dass er sich ein Herz fasste. Er legte also seine Geige auf den Tisch, strich seine schöne, schwarz-weiße Weste glatt, richtete die kleinen Fühlhörnchen an seinem Kopf auf, machte eine Verbeugung und stellte sich vor: „Ich bin Herr Sumsemann!“
Die Kinder waren aus ihrem Bettchen geklettert, und da sie wussten, was sich gehört, machte Peterchen auch eine Verbeugung, Anneliese einen Knicks, und sie stellten sich ebenso vor. „Mein Name ist Peter Macket, meistens werde ich Peterchen genannt“, erklärte Peterchen. „Und ich bin Anneliese Macket“, sagte Anneliese.
Nun aber waren die beiden Kinder schrecklich neugierig, beguckten und befühlten den Sumsemann überall, bewunderten die kleine silberne Geige und wollten alles wissen. Dem dicken Maikäfer wurde ganz schwindlig von all den Fragen. Plötzlich hatte Peterchen auch entdeckt, dass dem Käfer ein Beinchen fehlte. Der wusste nämlich ganz genau, wie viele Beinchen ein ordentlicher Maikäfer haben muss, und darum fragte er nun.
So war also wirklich der große Augenblick für den letzten der Sumsemanns gekommen: Zwei wirklich gute Kinder fragten ihn nach seinem Beinchen. Viele hundert Jahre hatten seine Ahnen und Vorfahren dies ersehnt und waren totgeschlagen worden. Und jetzt – jetzt!! Ihm wurde ganz grün vor den Augen, seine Flügel zitterten vor Aufregung, und beinahe wäre er auf den Rücken gefallen. Aber er beherrschte sich doch, so gut es ging, holte tief Luft, wischte sich mit einem grünen Lindenblättchen, das er immer als Taschentuch benutzte, den Schweiß von der Stirn, machte eine sehr geheimnisvolle Miene und sagte: „Ja, das ist eine sehr traurige und wunderbare Geschichte!“
Nun wollten die Kinder natürlich die Geschichte hören, schleppten drei Schemelchen herbei, setzten sich darauf, der Maikäfer in der Mitte, Peterchen links und Anneliese rechts dicht neben ihm. Es war totenstill in der Stube und sehr geheimnisvoll. Der Mond sah groß und gelb durch die Blumen vor dem Fenster, und der Maikäfer erzählte langsam und feierlich mit seinem leisen, brummenden Stimmchen die Geschichte vom Beinchen, von der Nachtfee und vom Mondmann.
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– Leseprobe –






