Peterchens Mondfahrt
Ausführliche Handlung
Der Maikäfer Herr Sumsemann hat ein Handicap: Statt der üblichen sechs Beinchen besitzt er nur fünf. Seit seinem Urahnen von einem Holzdieb ein Beinchen abgeschlagen wurde, wird dessen Fehlen von Generation zu Generation weitervererbt. Einzig zwei Kinder, die noch nie ein Tier gequält haben, können hier Abhilfe schaffen, wenn sie mit Herrn Sumsemann zum Mond fliegen, wohin der Holzdieb – zusammen mit dem sechsten Maikäferbeinchen – von der Fee der Nacht verbannt wurde, und sein Bein zurückholen. Doch ist es bisher niemandem der Sumsemänner gelungen, zwei so unschuldige Kinder zu finden.
Herr Sumsemann ist ein eher ängstlicher Zeitgenosse. Er wohnt im Garten von Peterchens Eltern, wo er abends auf einer kleinen silbernen Geige spielt und aufpasst, dass er sich nicht in Gefahr bringt. Eines Abends gelangt er in das Zimmer von Peterchen und Anneliese. Dort spielt auf seiner gläsernen Geige einen Maikäfertanz. Davon erwachen Peterchen und Anneliese und schauen ihm belustigt zu. Herr Sumsemann erzählt ihnen daraufhin die traurige Geschichte von seinem sechsten Beinchen und beide erklären sich bereit, ihm zu helfen. Mithilfe eines Zaubertanzes lehrt er die Kinder zu fliegen, und dann starten die drei auch schon los in Richtung Mond.
Auf ihrem Flug durch die Nacht gelangen sie zur Sternenwiese. Dort leitet das Sandmännchen die Sternenkinderschule und sorgt dafür, dass die Sterne der verlogenen Kinder wieder gerade gebogen und die der bösen Kinder wieder auf Hochglanz poliert werden. Es überprüft auch, ob Peterchen und Anneliese wirklich brave Kinder sind, und zur Freude Herrn Sumsemanns ist es so. Da das Sandmännchen um die Gefährlichkeit der Reise weiß, bietet es den dreien an, noch in derselben Nacht zum Kaffeeklatsch mit ins Schloss der Nachtfee zu kommen, um dort die Naturgeister um ihre Unterstützung zu bitten. Diese sind alle vom Mut der beiden Kinder beeindruckt und sagen ihnen ihre Hilfe auf der gefährlichen Mission zu. Der Große Bär bringt Peterchen und Anneliese, Herrn Sumsemann und das Sandmännchen zur Mondkanone. Nun beginnt der schnelle Ritt über den Himmel, vorbei an der Osterwiese und dem Garten des Weihnachtsmanns.
Die Mondkanone steht am Fuße des großen Mondberges. Mit ihr müssen die Kinder und der Maikäfer auf den Mondberg geschossen werden, denn dort steht die Birke, an der das sechste Beinchen des Herrn Sumsemann hängt. Das Sandmännchen schießt zuerst den Maikäfer und dann die Kinder hinauf. Oben angekommen, machen sie sich sogleich auf die Suche nach dem Beinchen. Doch hier oben lebt auch der griesgrämige Mondmann. Gerade als sie die Birke gefunden haben, stellt er sich den drei Abenteurern in den Weg und fordert eine Gegenleistung für das Beinchen. Also geben ihm Peterchen und Anneliese alles, was sie dabei haben. Als dies dem Mondmann nicht reicht, kommen die Naturgeister zu Hilfe und vertreiben ihn.
Schließlich kann Peterchen das Beinchen von der Birke holen und Anneliese klebt es dem Maikäfer, der aus Furcht vor dem Mondmann ohnmächtig auf dem Rücken liegt, mit Spucke an die richtige Stelle. Dann wecken die beiden ihn freudig auf und Herr Sumsemann vollführt einen Freudentanz. Doch schon ermahnt die Morgenröte sie, rasch zur Erde zurückzukehren. Als die Kinder ihre Augen öffnen, sitzen sie in ihrem Zimmer auf dem Tisch. Alle Dinge, die sie auf ihrer Reise verloren haben, sind wieder da. Auch Herr Sumsemann hat nun wieder sechs Beinchen. Die Reise war ein voller Erfolg!
