Sternentau als personalisierter Roman

basierend auf dem Original von Kurd Laßwitz
gebunden als Taschenbuch ab 24,95 €


Harda Kern träumt davon, frei zu sein. Als Tochter eines Fabrikanten hat die junge Frau zahlreiche häusliche und gesellschaftliche Pflichten zu erfüllen, die sie nicht zur Ruhe kommen lassen und sie von ihrer eigentlichen Neigung, dem Studium der Biologie, abhalten. Bei einem Spaziergang entdeckt sie eine bis dato unbekannte Pflanze, die sie mit Hilfe des Arztes und Botanikers Dr. Werner Eynitz zu erforschen beginnt. Sie ahnt noch nicht, dass dies ihr gesamtes Leben nachhaltig verändern wird.


Bis zu 2 Hauptdarsteller (1 männlich, 1 weiblich) und 19 Nebendarsteller (13 männlich, 5 weiblich, 1 Hund) personalisierbar, ca. 300 Seiten.

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Abb. zeigt Edition „Leinen mit Schutzumschlag“

Die Handlung (nicht personalisiert)

Harda Kern hat einen Traum: Sie würde gerne Biologie studieren, einen Beruf ergreifen - und frei sein. Frei von sämtlichen Verpflichtungen, die sie an ihr Zuhause bei ihrem Vater Hermann Kern, dem Direktor der Hellbornwerke, ihrer jüngeren Schwester Sigi und ihrer Tante Minna binden. Die häuslichen und gesellschaftlichen Pflichten sowie der teilweise labile Gemütszustand ihrer Tante Minna fesseln die pflichtbewußte, verantwortungsvolle liebe junge Frau an ihr Heim und rücken Hardas Traum in scheinbar unerreichbare Ferne.

Auf einem Spaziergang entdeckt Harda zusammen mit ihrem heißgeliebten Patenonkel, Freund und Mentor Geo Solves eine noch völlig unbekannte Pflanze. Aufgrund deren Aussehens nennt sie diese blau blühende Pflanze mit den sternenförmigen Blüten „Sternentau“. Gemeinsam mit dem sympathischen Arzt und Botaniker Dr. Werner Eynitz beginnt sie die Pflanze näher zu untersuchen und kommt so Schritt für Schritt dem unglaublichen Geheimnis des Sternentaus auf die Spur: Die Spezies stammt nicht von unserer Erde. Und im „Generationswechsel“ bringt die schöne Pflanze Elfen hervor, intelligente Wesen von einem anderen Stern, dem Neptunsmond. Eine aufregende Entdeckungszeit beginnt – Harda erhält tiefe Einsichten in das Gefüge der Welt, findet den Beweis der Pflanzenseele – und die Liebe.

Der Zufall brachte ein Samenkörnchen der Sternentau-Pflanze auf die Erde. Sie entwickelte sich, blühte und „gebar“ gemäß ihrer Bestimmung intelligente kleine Elfenwesen. Um herauszufinden, ob sich die Erde für ein gewohnheitsmäßiges, also glückliches und freies Leben der Elfen und ihrer Mutterpflanze eignet, erkunden die kleinen beinahe unsichtbaren Wesen die Welt und klinken sich in die Gedankenwelt der Menschen sowie in das Bewusstsein der Pflanzenwelt ein. Sie dolmetschen sogar zwischen Mensch und Pflanze und bringen so viele neue Einsichten zutage. Doch zu viele Unüberwindbarkeiten stellen sich den Neuankömmlingen in den Weg und sie entscheiden sich dazu, die Erde nicht mit ihrer Spezies zu bevölkern. Doch ein Geschenk an die Menschen lassen sie zurück: Die Sternentaupflanze – nur ohne ihre Eigenschaft, Elfen hervorzubringen. Ihr milchiger Saft ist die Entdeckung schlechthin – und verschafft der Fabrik von Hardas Vater großes Ansehen und Geldsegen.

Auch Hardas „häuslichen Probleme“, die sie an ihr Heim fesselten, lösen sich in Wohlgefallen auf. Dank des neuen Geldsegens kann ihr Vater endlich einen großen und bitter bereuten Fehler in der Vergangenheit ausmerzen, der zuhause stets für Unfrieden gesorgt hatte: Er kann sich nun endgültig von der Frau lösen, mit der er vor langer Zeit eine Affäre hatte und sein Eheversprechen gegenüber Tante Minna einlösen. Der Schwebezustand dieser stets ungelösten Problematik schlug Tante Minna schon lange aufs Gemüt und machte sie – und natürlich auch Hermann Kern – unglücklich. Doch nun steht der Hochzeit der beiden nichts mehr im Wege – und auch Harda kann sich mit ihrem Doktor vermählen, mit ihm in eine Universitätsstadt ziehen und dort studieren. Indes findet auch ihre jüngere Schwester den Mann ihres Lebens – das Glück ist nun perfekt!

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Leseprobe (nicht personalisiert)

Harda streckte die Hand aus, zog sie jedoch gleich wieder zurück, da sie befürchtete, diesen äußerst zarten Prozess durch ihre Berührung zu stören. Und dann klopfte ihr das Herz, als sie sah, was weiter geschah. Aus den Blütenkelchen kam ein leichter, kaum sichtbarer, weißlicher Nebel; wie ein schwach schimmerndes Wölkchen drang etwas daraus hervor, zunächst ohne bestimmte Gestalt. Nun aber wuchs es allmählich zu einer länglich-runden Form und gliederte sich beweglich, schleierverhüllt. Die Erscheinung zeigte sich an beiden Blüten, nur bei der dunkelblauen etwas später, sodass Harda die aufeinander folgenden Stufen gut vergleichen konnte. Doch konnte sie zunächst nur Umrisse wahrnehmen. Und nun - war es denn möglich? - lösten sich die leichten Gestalten von den Kapseln ab und schwebten frei, in sanfter Bewegung durch die Luft. Und während sie so dahinglitten, streckte sich etwas aus ihnen hervor wie zierliche Arme, die das feine Fadengespinst der Hülle abstreiften, und es zeigten sich kleine, fast menschenartige Figuren. Sie ergriffen das abgestreifte Gespinst, zogen es auseinander und warfen es in neuer Form um sich wie einen Schleier. So anmutig schwebend zogen sie im Zimmer umher, langsam, hierhin und dorthin, als wollten sie sich in dem unbekannten Raum orientieren.

Ihre Gestalt war durch den phosphoreszierenden Schleier so verhüllt, dass sie nicht deutlich erkennbar war. Wie gebannt folgten Hardas Augen ihren Bewegungen. Gab es wirklich einen Reigen der Blumenelfen in der Nacht? Entstiegen solche ätherischen Wesen den Sporenkapseln des Sternentaus? Was wüurde Dr. Eynitz wohl dazu sagen? Und jetzt... Wurden die Elfen noch größer? Nein, die Dunkelheit täuschte nur! Jetzt schwebten sie geradewegs auf Harda zu! Sie wollte aufspringen, doch sie vermochte es nicht. Ihr war auch gar nicht ängstlich zumute, nein – ein sanfter, wohltuender, kühler Hauch ging von den fremden Wesen aus. Sie fühlte sich so ruhig, so still – die Augen fielen ihr zu. Und die Elfen schwebten weiter und ließen sich auf dem Kopf des Mädchens nieder. Dort ruhten sie in der weichen, elastischen Seide ihres kinnlangen Haares. Sie redeten zueinander in einer Sprache, die von Menschen nirgends gesprochen wird, und doch, was sie sagten, bebte nach im Gehirn der Schlummernden und wirkte darin Gedanken nach Menschenart. Stimmen des Waldes glaubte sie zu vernehmen, und unbekannte Welten …