Sternentau
Personalisierte Bücher und Fantasy-Geschichten als originelle Geschenkidee
Personalisierte Bücher und Fantasy-Geschichten von Kurd Laßwitz sind eine originelle Geschenkidee und für alle Liebhaber klassischer Science-Fiction ein echtes Lesevergnügen. Besetzen Sie die Hauptrolle der Hada Kern in Sternentau und brechen Sie aus der Welt der häuslichen und gesellschaftlichen Pflichten aus.
Bis zu 2 Hauptdarsteller (1 männlich, 1 weiblich) und 19 Nebendarsteller (13 männlich, 5 weiblich, 1 Hund) personalisierbar, ca. 300 Seiten.
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Leseprobe (nicht personalisiert)
Harda streckte die Hand aus, zog sie jedoch gleich wieder zurück, da sie befürchtete, diesen äußerst zarten Prozess durch ihre Berührung zu stören. Und dann klopfte ihr das Herz, als sie sah, was weiter geschah. Aus den Blütenkelchen kam ein leichter, kaum sichtbarer, weißlicher Nebel; wie ein schwach schimmerndes Wölkchen drang etwas daraus hervor, zunächst ohne bestimmte Gestalt. Nun aber wuchs es allmählich zu einer länglich-runden Form und gliederte sich beweglich, schleierverhüllt. Die Erscheinung zeigte sich an beiden Blüten, nur bei der dunkelblauen etwas später, sodass Harda die aufeinander folgenden Stufen gut vergleichen konnte. Doch konnte sie zunächst nur Umrisse wahrnehmen. Und nun - war es denn möglich? - lösten sich die leichten Gestalten von den Kapseln ab und schwebten frei, in sanfter Bewegung durch die Luft. Und während sie so dahinglitten, streckte sich etwas aus ihnen hervor wie zierliche Arme, die das feine Fadengespinst der Hülle abstreiften, und es zeigten sich kleine, fast menschenartige Figuren. Sie ergriffen das abgestreifte Gespinst, zogen es auseinander und warfen es in neuer Form um sich wie einen Schleier. So anmutig schwebend zogen sie im Zimmer umher, langsam, hierhin und dorthin, als wollten sie sich in dem unbekannten Raum orientieren.
Ihre Gestalt war durch den phosphoreszierenden Schleier so verhüllt, dass sie nicht deutlich erkennbar war. Wie gebannt folgten Hardas Augen ihren Bewegungen. Gab es wirklich einen Reigen der Blumenelfen in der Nacht? Entstiegen solche ätherischen Wesen den Sporenkapseln des Sternentaus? Was wüurde Dr. Eynitz wohl dazu sagen? Und jetzt… Wurden die Elfen noch größer? Nein, die Dunkelheit täuschte nur! Jetzt schwebten sie geradewegs auf Harda zu! Sie wollte aufspringen, doch sie vermochte es nicht. Ihr war auch gar nicht ängstlich zumute, nein – ein sanfter, wohltuender, kühler Hauch ging von den fremden Wesen aus. Sie fühlte sich so ruhig, so still – die Augen fielen ihr zu. Und die Elfen schwebten weiter und ließen sich auf dem Kopf des Mädchens nieder. Dort ruhten sie in der weichen, elastischen Seide ihres kinnlangen Haares. Sie redeten zueinander in einer Sprache, die von Menschen nirgends gesprochen wird, und doch, was sie sagten, bebte nach im Gehirn der Schlummernden und wirkte darin Gedanken nach Menschenart. Stimmen des Waldes glaubte sie zu vernehmen, und unbekannte Welten …
– Leseprobe –






