Sternentau
Ausführliche Handlung
Harda Kern hat einen Traum: Sie möchte Biologie studieren, einen Beruf ergreifen – und endlich frei sein. Frei von sämtlichen Verpflichtungen, die sie an ihr Zuhause binden, das sie mit ihrem Vater Hermann, ihrer jüngeren Schwester Sigi und ihrer Tante Minna teilt. Ihr Vater ist als Direktor der Hellbornwerke, die verschiedene in der Industrie benötigte Materialien herstellen, viel auf Reisen, und so hatte Harda nach dem Tod ihrer Mutter klaglos deren Aufgaben übernommen. Neben ihren häuslichen Pflichten nimmt sie auch repräsentative Aufgaben für ihren Vater wahr und kümmert sich um die Angestellten im Werk.
Doch allmählich breitet sich bei ihr Unzufriedenheit aus. Die junge Frau stellt mehr und mehr eine große Leere in ihrem Leben fest. Die Verantwortung, die immer schwerer auf ihr lastet, wird ihr zu viel, denn Tante Minna leidet unter Depressionen, Sigi hat nur Männer und Tennis im Kopf und ihre eigenen Wünsche muss Harda ständig zurückstellen. Diesen Zustand kann und will sie nicht länger ertragen.
Bei einem Spaziergang mit ihrem geliebten Patenonkel und Mentor entdeckt sie eine noch völlig unbekannte Pflanze mit blauen sternförmigen Blüten, die sie „Sternentau“ tauft. Gemeinsam mit dem sympathischen Arzt und Botaniker Dr. Werner Eynitz, der im Werk des Vaters beschäftigt ist, beginnt sie die Pflanze näher zu untersuchen und kommt so Schritt für Schritt ihrem unglaublichen Geheimnis auf die Spur: Die Spezies stammt nicht von der Erde und bringt im Generationswechsel Elfen hervor, intelligente Wesen von einem anderen Stern, dem Neptunsmond.
Der Zufall hatte ein Samenkörnchen dieser Pflanze auf die Erde gebracht. Sie entwickelte sich, blühte und „gebar“ gemäß ihrer Bestimmung intelligente kleine Elfenwesen. Um herauszufinden, ob sich die Erde für ein glückliches und freies Leben der Elfen und ihrer Mutterpflanze eignet, erkunden die kleinen beinahe unsichtbaren Wesen die Welt und klinken sich in das Bewusstsein der Menschen und Pflanzen ein. Dabei wirken sie wie Dolmetscher und bringen so viele neue Einsichten zutage. Doch zu viele Hindernisse stellen sich den Neuankömmlingen in den Weg und sie entscheiden schließlich, weiterzuziehen. Doch ein Geschenk an die Menschen lassen sie zurück: Die Sternentaupflanze, deren milchiger Saft einen kostbaren Rohstoff liefert und den Hellbornwerken zu großem Ansehen und Geldsegen verhilft.
Den kann der Vater von Harda auch gut gebrauchen, denn ein Fehler aus der Vergangenheit, den er längst bitter bereute, hatte zu Hause stets für Unfrieden gesorgt: Mangels ausreichender finanzieller Mittel hatte er sich bisher nicht von einer Frau lösen können, mit der er vor langer Zeit eine Affäre gehabt hatte und die ihn damit erpresste. Dabei schlug sein Herz schon lange für Minna, der dieser Schwebezustand schwer aufs Gemüt schlug. So steht ihrer Hochzeit nun endlich nichts mehr im Wege.
Auch Sigi ist verliebt. Die hübsche junge Frau hat viele Verehrer, doch ihr Herz schlägt nur für den Leutnant Konrad Tielen. Dieser hat sich schließlich beruflich etabliert und macht ihr einen Heiratsantrag, den Sigi selig annimmt. Und auch für Harda wendet sich alles zum Guten: Während der gemeinsamen Forschungen am Sternentau erblüht auch die Liebe zwischen ihr und Dr. Werner Eynitz. Die beiden vermählen sich und ziehen in eine Universitätsstadt, wo Harda endlich studieren darf. Das Glück aller Beteiligten ist am Ende perfekt.
