Der Trotzkopf als personalisierter Roman

basierend auf dem Original von Emmy von Rhoden
gebunden als Taschenbuch ab 24,95 €


Die junge Ilse Macket lebt mit ihrem Vater und ihrer Stiefmutter auf dem idyllischen Gut Moosdorf. Sie wächst wild und ohne jede Erziehung auf, benimmt sich wie ein Junge und tyrannisiert ihre Umgebung. Die Eltern wollen das Temperamentsbündel zur standesgemäßen Dame erziehen, doch Ilse stellt sich stur. So bleibt ihnen nichts anderes übrig, als den protestierenden Trotzkopf in ein Pensionat zu schicken. Doch so schlecht, wie vorher angenommen, ist es dort gar nicht. Im Gegenteil …


Bis zu 3 Hauptdarsteller (2 weiblich, 1 männlich) und 18 Nebendarsteller (7 männlich, 11 weiblich) personalisierbar, ca. 228 Seiten.

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Abb. zeigt Edition „Leinen mit Schutzumschlag“

Die Handlung (nicht personalisiert)

Die 15-jährige Ilse Macket lebt mit ihrem Vater und der Stiefmutter Anne auf dem Gut Moosdorf in Pommern. Ilses Mutter ist kurz nach ihrer Geburt gestorben. Das Mädchen wächst wild und ohne jede Erziehung auf, benimmt sich jungenhaft und tyrannisiert ihre Gouvernanten, bis die Stiefmutter das Haus betritt. „Frau Anne“ und Pfarrer Wollert wollen Ilse zur standesgemäßen Dame erziehen, doch das Mädchen widersetzt sich den beiden. Gemeinsam überzeugen sie Ilses Vater, das geliebte Mädchen in ein Pensionat zu geben.

Ilse ist wie versteinert, als sie erfährt, dass sie in ein Pensionat gehen soll. Sie meint, ihre Stiefmutter sei an allem schuld und würde sie loshaben wollen. Dabei liebt Anne die kleine Ilse von ganzem Herzen, will nur ihr Bestes und hofft inständig, irgendwann einmal den Weg in Ilses Herz zu finden. Auf der Fahrt zu Ilses Pensionat lässt das Mädchen nichts unversucht, vielleicht doch noch ihren Vater umzustimmen und um das Pensionat herumzukommen. Doch er bleibt blutenden Herzens stark und bringt Ilse in das Pensionat von Fräulein Raimar.

Kaum im Pensionat angekommen, widersetzt sich Ilse den Pflichten des geregelten Internatlebens. Doch nach und nach schaffen es die netten Erzieherinnen, Ilses Widerstand zu brechen. Zum großen Teil ist der Erfolg aber auch den Pensionatsmädchen zu verdanken – Ilse freundet sich mit vielen von ihnen an, Nellie, eine Engländerin und Vollwaise, wird zu Ilses bester Freundin. Nach einem Jahr Pensionatsleben hat sich Ilse zu einer kleinen wunderhübschen Dame gemausert und muss von ihren Freundinnen Abschied nehmen. Auf ihrer Heimreise lernt sie Leo Gontrau kennen, den Sohn eines alten Freundes ihres Vaters. Die beiden verlieben sich ineinander und es kommt zum Heiratsantrag.

Auch in das Leben von Nellie und Ilses Lieblingslehrerin Fräulein Güssow hält die Liebe Einzug. Nellie findet in Pensionatslehrer Dr. Althoff ihre große Liebe und Fräulein Güssow kommt wieder mit ihrem ehemaligen Verlobten Kurt zusammen. Kurt ist der Bruder von Ilses Stiefmutter Anne – Fräulein Güssow und Ilse werden somit zu Verwandten.

Ilses Glück ist perfekt, als sie sich mit ihrer Stiefmutter Anne versöhnt und erfährt, dass sie ein kleines Brüderchen hat.

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Leseprobe (nicht personalisiert)

Mit einem Sprung schwang sich Ilse auf das Fensterbrett und stieg von dort aus in den Baum. Ängstlich blickte ihr Nellie nach. Aber sie brauchte nicht besorgt zu sein. Ilse kletterte trotz ihrer schweren Stiefel gewandt wie ein Eichkätzchen von Ast zu Ast. Als sie die drei bewussten Äpfel erreichen konnte, brach sie die leuchtenden Früchte ab und warf sie Nellie zu.

„Da hast du eine Probe“, rief sie übermütig, „damit dir die Zeit nicht lang wird, bis ich wiederkomme!“

Die Früchte kollerten zu Nellies Entsetzen bis an das Ende des Zimmers. „Oh, was tust du nur!“, flüsterte sie und hob drohend den Zeigefinger. „Die Köchin schläft unter diesem Zimmer; soll sie von dem Lärm aufwachen?“

„Barbara schläft fest, ich höre sie draußen schnarchen“, gab Ilse zurück. „Wir können ganz ohne Sorge sein, alles schläft, alles ist still und dunkel. Nun lebe wohl, Nellie, jetzt trete ich meine Reise an! Ach, es ist köstlich hier!“

Plötzlich bekam Nellie Angst. „Ich zittere“, sprach sie mit bebenden Lippen, „komm wieder zurück, nicht, dass etwas Schlimmes passiert!“

Ilse lachte in sich hinein und stieg keck höher und höher. Sie war so recht in ihrem Element, und frei wie der Vogel in der Luft regte sie ihre Schwingen. Bald erreichte sie ein Astende. Der Mond schien voll und klar und zeigte ihr jeden Tritt, den sie tun musste. Als sie in gleicher Höhe mit Orlas und der Schwestern Schlafzimmer war, konnte sie der Versuchung nicht widerstehen, einen Blick in das Fenster zu werfen. Vorsichtig und behende balancierte sie auf dem Ast und sah hinein.

Einen Augenblick regte sich der Übermut in Ilse. Ob sie den schlafenden Mädchen einen Schabernack spielen sollte? „Nur einmal gegen die Fensterscheibe klopfen“, dachte sie. Schon streckte sie den Finger dazu aus, da bewegte sich Orla im Schlaf. Unwillkürlich fuhr Ilse zurück, und ihr toller Einfall blieb unausgeführt.

Es hingen so viele schöne Äpfel rechts und links und überall; mit geringer Mühe hatte sie in wenigen Augenblicken ihr Körbchen füllen können. Aber dazu verspürte sie keine Lust, immer höher hinauf strebte ihr Verlangen; sie hatte nun einmal die Freiheit gekostet und wollte sie so schnell nicht wieder aufgeben. Die Krone des Baumes war ihr Ziel, wohl eine beschwerliche Kletterei, aber sie schreckte nicht davor zurück …

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