Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer
Personalisierte Bücher und Abenteuer als originelle Geschenkidee
Personalisierte Bücher und Abenteuer von Jules Verne sind eine originelle Geschenkidee und für Liebhaber von Abenteuern ein spannendes Lesevergnügen. Besetzen Sie die Rollen in diesem personalisierten Romanklassiker und begeben Sie sich in Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer auf eine abenteuerliche Reise.
Bis zu 4 Hauptdarsteller (männlich) und 3 Nebendarsteller (2 männlich, 1 weiblich) personalisierbar, ca. 240 Seiten.
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Leseprobe (nicht personalisiert)
Um Schlag fünfzehn Uhr ging der Lotse von Bord. Sogleich wurde der Dampfdruck gesteigert, die Schraube lief rascher und das Schiff nahm entlang der gelblichen, flachen Küste von Long Island Fahrt auf. Gegen zwanzig Uhr, nachdem die Feuer von Fire Island im Nordwesten außer Sichtweite waren, steuerte es schließlich mit voller Kraft auf die dunklen Wasser des Atlantischen Ozeans zu.
Jonathan Farragut war ein tüchtiger Seemann, sozusagen ein Schiff und eine Seele mit der „Abraham Lincoln“. Wie jeder gute Seemann stand auch er der Existenz eines Seeungeheuers äußerst aufgeschlossen gegenüber und hegte nicht den geringsten Zweifel an der Existenz des „Was-auch-immer-es-war“, dessen Verfolgung er gerade aufgenommen hatte. Er hatte versprochen, das Meer von dem Untier zu befreien, weshalb es für den Ausgang dieses Abenteuers nur die Alternativen „Farragut-tötet-Monster“ oder „Monster-tötet-Farragut“ gab. Eine dritte Möglichkeit war für ihn undenkbar. Selbstverständlich teilten die Offiziere seine Meinung.
Erwartungsgemäß drehten sich sämtliche Gespräche an Bord um das bevorstehende Abenteuer, und nicht wenige aus der Mannschaft drängte es plötzlich zum Dienst im Ausguck. So wimmelte es während des Tages im Takelwerk sämtlicher Masten nur so von Matrosen, obwohl man noch nicht einmal den Pazifischen Ozean erreicht hatte. Doch war dies wenig verwunderlich, hatte doch Kommandant Farragut höchstpersönlich eine Prämie von zweitausend Dollar für die erste Sichtungsmeldung ausgesetzt.
Ich muss gestehen, dass Unruhe und Neugier auch mich Tag für Tag an Deck trieben. Der gute Conseil hingegen schien der Einzige zu sein, der das Unternehmen nicht im Geringsten aufregend fand.
Dass die „Abraham Lincoln“ hervorragend mit Fanggeräten ausgerüstet war, hatte ich ja bereits erwähnt. Hier gab es wirklich alles, von der Harpune bis hin zu explodierenden Geschossen. Sogar ein weittragendes Kleinkalibergeschütz, das der Öffentlichkeit erst auf der Weltausstellung im folgenden Jahr erstmalig präsentiert werden sollte, befand sich an Bord. An Mordwaffen auf dem letzten Stand der Technik fehlte es also keineswegs. Doch dieses Schiff hatte noch mehr zu bieten: Ned Land, den König der Harpuniere!
Dieser kräftig gebaute Zweimetermann mit dem dunkelblonden Haar war Kanadier, ernst, wenig gesprächig, leicht reizbar und aufbrausend – ein Mann, der stets Aufmerksamkeit erregte. Mit seinem scharfen Blick aus hellbraunen Augen und seiner sicheren Hand konnte er dem Kommandanten ebenso nützlich sein wie die gesamte übrige Mannschaft zusammen. Mir erschien er wie ein Teleskop, das zugleich eine schussbereite Kanone war.
Mir gegenüber zeigte sich Ned Land etwas freundlicher und aufgeschlossener als gewöhnlich. Das lag wohl daran, dass ich Franzose war. Nachdem er ein wenig aufgetaut war, erzählte er mir viele Geschichten aus seinem bewegten Leben. Ach, mein lieber Ned! Wir sind in dieser Zeit gute Freunde geworden, und ich wünschte, ich würde noch mindestens hundert Jahre leben, nur um zu wissen, dass es dich gibt!
An das Rieseneinhorn glaubte er allerdings nicht. Drei Wochen nach unserer Abfahrt saßen wir beide an einem lauen Abend auf dem Achterdeck und unterhielten uns, während wir das Meer betrachteten. Als ich gerade versuchte, die Erfolgschancen unseres Unternehmens einzuschätzen und Ned Land dazu schwieg, sprach ich ihn direkt darauf an.
„Sagen Sie mal, warum sind Sie eigentlich immer so skeptisch, wenn es um das Einhorn geht? Gibt es einen Grund dafür, dass Sie seine Existenz anzweifeln?“
Der König der Harpuniere betrachtete mich eine Zeit lang schweigend. Dann richtete er seinen Blick wieder in die Ferne und antwortete zögerlich: „Ja, vielleicht schon, Monsieur Aronnax.“
– Leseprobe –






